Infrastruktur
Madagaskar ist sehr gross (ca. 1.5 mal Deutschland), die zu überwindenden Distanzen sind entsprechend lang. Sich innerhalb Madagaskars auf dem Landweg zu bewegen ist etwas grundsätzlich Anderes als wir uns das in Europa gewohnt sind: Die Strasseninfrastruktur ist nicht mit hiesigen Verhältnissen zu vergleichen und es braucht entsprechend viel Zeit, sich von A nach B zu bewegen.
Strassen in Madagaskar
Madagaskar ist ein sehr grosses Land. Es gibt Strassen in Madagaskar von Norden bis Süden sowie von Osten bis Westen, aber sie sind nicht zu vergleichen mit den Strassen in Europa.
Franz Stadelmann gibt in diesem kurzen Film ein paar Informationen über die Verhältnisse der Strassen in Madagaskar:
Strassen und Strassennetz
Statistisch weist Madagaskar knapp 60.000 Kilometer Strassen vor, wovon etwa 6.000 Kilometer asphaltiert sowie 12.000 Kilometer befestigte Erdpisten darstellen. Man kann nicht der Küste entlang «einmal rund um Madagaskar» fahren. Die asphaltierten Hauptstrassen der Insel (Routes Nationales, auch RN genannt) verlaufen nach französischem Vorbild sternförmig von der Hauptstadt Antananarivo (Tana) im zentralen Hochland:
- Die RN 1 Richtung Westen verbindet Tana mit dem westlichen Hochland und verläuft 180 Kilometer bis nach Tsiroanomandidy. Dort wird der weitere Strassenverlauf hin zur Westküste (Maintirano) zu einer Piste (RN1b).
- Die RN 4 in den Norden geht etwa 600 Kilometer bis zur Hafenstadt Mahajanga. Auf dieser Strecke liegt die Abzweigung zur RN6, die in Richtung Norden bis Diego Suarez weitergeht.
- Die 350 Kilometer lange RN 2 gegen Osten stellt die Verbindung zum bedeutenden Hafen Tamatave an der Ostküste dar. Damit ist diese Strecke die wichtigste sowie meistbefahrene Strasse des Landes. Sie passiert auch den beliebten Nationalpark bei Andasibe.
- Die längste Strasse Madagaskars ist die RN 7 in den Süden bis Tulear (ca. 1.000 Kilometer). Sie durchläuft das Hochland mit den Städten Antsirabe und Fianarantsoa sowie die weiten Steppenlandschaften des Südwestens mit dem Isalo Nationalpark. Sie ist eine der beliebtesten Reiserouten Madagaskars.
Stromversorgung
Mittlerweile sind alle touristisch relevanten Regionen Madagaskars mit Strom versorgt (220V). Allerdings ist mit kürzeren oder längeren Stromausfällen zu rechnen. Es ist deshalb ratsam, die Akkus von Geräten jeweils dann zu laden, wenn eine Möglichkeit dazu besteht.
Mobiltelefon-Netz
Ähnlich wie mit der Stromversorgung ist es auch mit der Versorgung mit Netz für die mobile Telefonie: Die Abdeckung ist grundsätzlich gut, aber die Signalstärke kann stark schwanken (oder auch einmal ganz ausfallen).
Wasserversorgung
Die Wasserversorgung (wo vorhanden) klappt in der Regel gut – aber durchaus mit Unterbrüchen. Die touristisch relevanten Gebiete verfügen in der Regel über fliessendes Wasser zum Duschen / Waschen, hat aber keine Trinkwasserqualität.

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