Verein Tsarabe-Madagaskar
Wir erhalten immer mal wieder Spenden in Form von Geld oder Material. Dies übergeben wir dem Verein Tsarabe-Madagaskar. Der Verein ist vom Kanton Basel-Stadt anerkannt und stellt auch bei Spenden über 100 CHF eine Spendenbescheinigung aus.
Mehr zum Verein Tsarabe-Madagaskar
Flyer des Vereins Tsarabe-Madagaskar (als .pdf in Deutsch)
Flyer des Vereins Tsarabe-Madagaskar (als .pdf in Französisch)
Im Madagaskarhaus in Basel erhalten wir immer wieder Spenden für Madagaskar. Wir sorgen dafür, dass diese Sachen nach Madagaskar gelangen und über den Verein Tsarabe-Madagaskar verteilt werden.
Im Madagaskarhaus in Basel erhalten wir immer wieder Altkleider, Schuhe, Gebrauchtsachen (Bücher etc.). Es ist schade, sie in Europa wegzuschmeissen, aber es ist zu teuer, sie per Frachtgepäck nach Madagaskar zu schicken. In Madagaskar unterstützen wir mehrere Sozialorganisationen (siehe die Internetseite unseres Vereins: www.tsarabe-madagaskar.ch).

Daher bitten wir immer mal wieder Leute, Sachen mitzunehmen, denn für Fernflüge nach Madagaskar erlauben die meisten Fluggesellschaften total 46 kg pro Person (2 Gepäckstücke), und als ‘Normalreisender’ füllt man das ja nicht aus. Wir haben ein paar Koffer (geschätzt rund 90 auf 60 auf 30 cm), die immer zwischen Europa und Madagaskar hin- und herreisen. Transportiert werden ausschliesslich – und hier verpflichte ich mich verbindlich und persönlich – Hilfsgüter auf der Nord-Süd-Achse oder Kunsthandwerk auf der Süd-Nord-Achse. Das System existiert seit ganz vielen Jahren und primär darum, weil der Versand per Post unzuverlässig und zudem teuer ist. Sofern Reisende für uns Gepäck mitnehmen möchten, ist es selbstverständlich, dass sie alles kontrollieren dürfen. Wir garantieren ebenso, dass sie bei Ankunft in Madagaskar keinerlei Probleme mit den Sachen haben werden.
Freiwilligenarbeit in Madagaskar
Ist Freiwilligenarbeit in Madagaskar möglich?
Frage:
Wir sind eine Mutter und eine Tochter von 8 Jahren und reisen drei Wochen durch Madagaskar. Wir suchen möglichst ein auf Tiere (besonders Lemuren) gerichtetes, seriöses Forschungsprojekt – welches uns ermöglicht, dies durch Beobachtung und Mitarbeit mindestens eine Woche kennenzulernen.
Antwort:
Eine sinnvolle Volontariatsteilnahme für eine Woche ist in Madagaskar etwas schwierig, weil dann doch zu zeitknapp. Generell werden sogenannte Volontariate teuer verkauft und sind meist nur Geldbeschaffungsaktionen. Leider.
Natürlich ist Freiwilligenarbeit in Madagaskar machbar und motivierte Freiwillige sogar Mangelware. Grundsätzlich sollten sich Leute, die an Freiwilligenarbeit interessiert sind, erst mal vorstellen: Lebenslauf, Ausbildung, Berufshintergrund, Fähigkeiten, Sprachkenntnisse, Lebenserfahrung.
Grundsätzlich sollten Freiwillige irgendeine Kenntnis oder Fähigkeit hinterlassen, die die Lokalleute oder die Natur ein bisschen weiterbringt. (Also ist das Schleppen von Backsteinen für den Bau einer Schule nutzlos. Allerdings gibt es Organisationen, die genau dies als Freiwilligenarbeit propagieren und dabei eher auf das Geld der – meist jungen – ‚Freiwilligen‘ aus sind.)
Wir unterstützen ebenfalls gewisse Projekte mit unserem Verein Tsarabe Madagaskar. Auch hierüber ist eine Vermittlung manchmal möglich, wenn der Freiwillige die gewissen Fähigkeiten mitbringt.
Madagaskar Praktikum
Wir sind auf der Suche nach einem Praktikum in Madagaskar
Frage:
Wir sind Studentinnen der Pädagogischen Hochschule. Im Sommer müssen wir einen Sprachaufenthalt in einem französischsprachigen Gebiet absolvieren und wir sind sehr interessiert an einem Aufenthalt in Afrika und somit auch an einem Praktikum in Madagaskar.
So haben wir im Internet ein wenig recherchiert und sind auf Ihre Seite gestossen. Nun möchten wir fragen, ob Sie uns eventuell weiterhelfen könnten?
Wir würden gerne ein Praktikum in einem Waisenhaus in Afrika machen. Bieten Sie dies auch an, oder wüssten sie eine Adresse, bei der Sie wissen, ob man ein Sozialarbeits-Praktikum in Madagaskar machen könnte? Bisher haben wir nur Praktikumsstellen in Benin, Senegal und Togo gefunden.
Vielen Dank und freundliche Grüsse S. und C.
Antwort:
Liebe S. und C.
Corona hat die Möglichkeiten für ein Praktikum etwas erschwert – aber nicht verunmöglicht.
Bei einem Praktikum ergeben sich immer zwei Fragen:
– Wie lange? (zwei, drei Monate sollten es schon sein. Weniger als einen Monat ist nicht machbar)
– Muss das Praktikum durch eine Fachperson begleitet werden oder nicht. (Wenn ja, dann ist über unsere Kanäle in Madagaskar nichts zu machen.)
Da wir von der PRIORI (www.priori.ch) seit 1994 vor Ort in Antananarivo tätig sind, kennen wir natürlich viele Sozialzentren und sind gerne bereit, Freiwillige in Kontakt mit ihnen zu bringen. Im Interesse aller sind folgende Punkte wichtig zu wissen:
– Wir brauchen einen Lebenslauf in französischer Sprache von Ihnen. Bei positiver Begutachtung unsererseits leiten wir den Lebenslauf an ein Zentrum weiter. Wenn von dort ein ok kommt, setzen wir die beiden Seiten in Direktkontakt. Alles weitere wird dann direkt zwischen den Freiwilligen und dem Zentrum geklärt.
– Unsere (Madagaskarhaus PRIORI) Arbeit ist kostenlos. Wir vermitteln Freiwillige nur an Zentren, die keine Bezahlung verlangen. (Achtung vor ‘humanitären Organisationen‘ sowie vor sogenannten Sozialzentren, die für gutes Geld Freiwillige für sich arbeiten lassen.)
– Freiwillige müssen aber für ihren eigenen Unterhalt selber aufkommen (Reise, Verpflegung, Unterkunft). In manchen Fällen bieten die Zentren Unterkünfte, manchmal aber nicht.
– Keines der Zentren kann ein ‘Gehalt‘ bezahlen und auch nicht für Versicherungen und medizinische Versorgung aufkommen. Wir arbeiten nur mit armen Zentren, wo Freiwillige durch ihren Einsatz auch einen Unterschied machen können.
– In Madagaskar ist es ohne Probleme möglich, ein Visum für drei Monate zu erhalten. Ein Freiwilligen-Einsatz von mehr als drei Monaten ist wünschenswert, aber visumstechnisch sehr anspruchsvoll. Nicht alle Zentren können oder wollen sich mit den komplizierten Visumsfragen abgeben.
Für beide Seiten, also für das Sozialzentrum und auch für Freiwillige, muss eine win-win-Situation bestehen.
Herzliche Grüsse aus dem Madagaskarhaus in Basel
Franz Stadelmann

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