Gesundheit auf Reisen

Wer Madagaskar bereist sollte sich bewusst sein, dass die medizinische Grundversorgung nicht immer gewährleistet ist. Krankenhäuser verlangen vor Behandlungen in der Regel einen Kostenvorschuss. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (Südafrika, La Réunion oder Europa) behandelt.

Bei Ankunft mit einem Direktflug aus Europa sind aktuell keine Impfungen vorgeschrieben. Für alle Reisende, die (innerhalb der letzten 6 Tage vor Einreise) aus einem akuten Gelbfiebergebiet kommen, ist eine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben.

Empfohlen werden Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A. Je nach Art der Reise bieten sich weitere Impfungen an wie Polio, Typhus, Hepatitis B (bei Langzeitaufenthalten und engem Kontakt mit der lokalen Bevölkerung) oder auch Tollwut (bei vorhersehbarem Umgang mit Tieren). Lassen Sie sich vor Ihrer Reise von einem tropenärztlichen Institut beraten.

Ganzjährig besteht das Risiko von Malaria: hohes Risiko in Küstenregionen und Regenwaldgebieten, mittleres Risiko im Süden und Südwesten, geringes Risiko in Antananarivo und den Höhenlagen im Landesinneren und im Süden. Ein konsequenter Mückenschutz in den Abend- und Nachtstunden verringert das Malariarisiko erheblich. Ergänzend ist die Einnahme von Anti-Malaria-Medikamenten (Chemoprophylaxe) zu empfehlen. Malariamittel sind verschreibungspflichtig, lassen Sie sich von einem Tropenmediziner oder von Ihrem Hausarzt beraten.

Vergessen Sie nicht, eine kleinere oder grössere Reiseapotheke mitzunehmen, damit Sie für kleinere Notfälle gerüstet sind (wenigstens Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion). In Madagaskar ist landesweit mit erheblichen Engpässen bei der ärztlichen Versorgung und der medikamentösen Versorgung zu rechnen.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat davon enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren medizinische Fachpersonen und Impfzentren.

Notruf Ambulanz: 117 (vom Mobiltelefon) oder 17 (vom Festnetz)

Für Schweizer Reisende: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Botschaft in Madagaskar
Helpline EDA

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