In Madagaskar spricht man Malagasy und Französisch, wobei Malagasy die Nationalsprache und Französisch die zweite Amtssprache ist. Malagasy ist die (erste) Amtssprache und wird von fast allen Einwohnern gesprochen, aber es gibt verschiedene Dialekte, von denen der Merina-Dialekt am weitesten verbreitet ist. Französisch ist in der Verwaltung und im Bildungswesen wichtig.
Hilfreich ist es nicht nur, einige Grundkenntnisse in Französisch zu haben, sondern auch ein paar Worte Madagassisch zu sprechen – nicht nur aus Höflichkeit, sondern auch, um Anweisungen auf Schildern besser zu verstehen.
Reisende werden feststellen, dass fast alle Städte- und Ortsnamen mit A anfangen, sehr lange Silbenketten haben, oft aus den Vokalen A und O bestehen und manchmal schwer voneinander zu unterscheiden sind. Das madagassische Alphabet kennt dafür die Buchstaben C, U und X nicht. Auch bei der Aussprache gibt es im madagassischen Unterschiede: Das geschriebene O wird zum gesprochenen U (Nosy ⇒ Nusi), das J wird wie DS ausgesprochen und das H, genauso wie im Französischen, wird nicht ausgesprochen.

In der Regel wird im madagassischen die letzte Silbe betont und die letzte Silbe oder Vokal wird verschluckt, wenn nicht sogar ein langer Name stark eingekürzt wird. Die Hauptstadt Antananarivo wird abgekürzt auch oft „Tana“ genannt oder auch von Einheimischen „Riva“. Ausgesprochen wird das O am Ende quasi nicht: Ntananariv(u) und ähnlich auch Nus(i) für Insel.

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